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Archäologisches Spitzenobjekt, die Himmelsscheibe von Nebra, im Drents Museum zu sehen

UNESCO-Weltdokumentenerbe ab 6. August in Assen

Eines der absoluten Spitzenobjekte der europäischen Archäologie kommt in diesem Sommer nach Assen in der Niederlanden. Vom 6. August bis 18. September 2022 präsentiert das Drents Museum die „Himmelsscheibe von Nebra“: die erste konkrete Darstellung des Nachthimmels. Das einzigartige archäologische Objekt stammt aus der Bronzezeit und wurde 2013 in das Register des UNESCO-Weltdokumentenerbes eingetragen. Die Scheibe gehört zum Bestand des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Sachsen-Anhalt) und wird nur sehr selten ausgeliehen. In der Ausstellung Die Himmelsscheibe von Nebra – Die Entdeckung des Himmels ist dieser außergewöhnliche Fund nun erstmals in den Niederlanden zu sehen.
 
Die Bronzescheibe mit Goldapplikationen wurde 1999 in Nebra in Sachsen-Anhalt gefunden. Ihr Alter wird auf etwa 1750 v. Chr. geschätzt; um etwa 1600 v. Chr. wurde sie als Opfergabe vergraben. Die Nebra-Scheibe zeigt die älteste realistische Himmelsdarstellung der Menschheitsgeschichte. Der nächtliche Himmel ist naturgetreu mit Sternen als strahlenden Punkten wiedergegeben – und nicht mit symbolischen Darstellungen von Göttern oder mythologischen Tieren. Die Scheibe diente vermutlich als eine Art von Kalender und beweist, dass die Menschen in der Bronzezeit astronomisches Wissen hatten. Damit wirft dieses Schlüsselobjekt ein völlig neues Licht auf die europäische Bronzezeit.
 
Religiöse Bedeutung
Höchstwahrscheinlich hatte die Himmelsscheibe neben einer praktischen auch eine kultische Bedeutung. Darauf deutet die Tatsache hin, dass sie als Opfergabe vergraben wurde. Darüber hinaus erfuhr die Scheibe im Lauf der Zeit Veränderungen. So wurden etwa „Horizontbögen“ hinzugefügt, die die Sonnenaufgangs- und -untergangspunkte der Sonnenwenden am Horizont angeben. Noch später wurde die Scheibe um eine Barke ergänzt – entsprechend der damaligen Vorstellung, dass Sonne und Mond von einem Schiff gezogen werden. Abbildungen dieser Art finden sich auch auf zahlreichen Felsbildern und anderen Bronzefunden.
 
Hochkarätiges Objekt der europäischen Archäologie

Bei der Himmelsscheibe, die seit 2013 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört, handelt es sich um ein absolutes Spitzenobjekt der europäischen Archäologie. Das Artefakt ist Teil der archäologischen Sammlung des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle (Saale) und wird nur äußerst selten ausgeliehen. Deshalb ist es eine kleine Sensation, dass dieses außergewöhnliche Objekt sechs Wochen in Assen gezeigt wird. Bis 17. Juli 2022 ist die Himmelsscheibe in der Ausstellung The world of Stonehenge im British Museum in London zu sehen.
 
Die Himmelsscheibe von Nebra – Die Entdeckung des Himmels
Die Ausstellung ist gleichsam eine Reise von den Niederlanden nach Nebra, dem Fundort der Scheibe. Dabei machen die Besucher die Bekanntschaft mit Objekten und Bräuchen aus der Bronzezeit. Gemeinsam mit den Besuchern sucht die Schau nach einer Antwort auf die Frage, warum sich die Menschen schon seit Jahrtausenden für den Sternenhimmel interessieren. Die Himmelsscheibe von Nebra – Die Entdeckung des Himmels ist in der Abteikirche zu sehen, die dem Drents Museum angegliedert ist.
 
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale). Weitere Informationen und Eintrittskarten: drentsmuseum.nl/de

Pressefoto:
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Bildunterschriften Pressefoto:
Himmelsscheibe von Nebra (Sachsen-Anhalt), etwa 1600 v. Chr., Bronze und Gold, Copyright Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie des Landes Sachsen-Anhalt, Foto: J. Lipták
 
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Die Rechte für die Vervielfältigung dieser Abbildung werden einmalig und ausschließlich für Publikationen über die Ausstellung Die Himmelsscheibe von Nebra – Die Entdeckung des Himmels im Drents Museum, Assen erteilt. Bei Nutzung der Bilder im Internet: max. 72 dpi.
 
Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an die Abteilung Marketing und PR des Drents Museums. Ansprechpartnerin ist Frau Yvet de Boer, Mob.: +31 (0) 6 27 23 08 23, per E-Mail: y.deboer@drentsmuseum.nl oder communicatie@drentsmuseum.nl