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Ausstellung: The Glasgow Boys

Anhand von mehr als 80 Gemälden und 40 Arbeiten auf Papier präsentiert das Drents Museum einen der wichtigsten britischen Künstlerkreise um 1900: The Glasgow Boys. Diese Malergruppe, die gegen Endedes 19. Jahrhunderts Furore machte, war maßgeblich vom französischen Impressionismus, der Schule von Barbizon und der Haager Schule beeinflusst. Erstmals seit 100 Jahren ist nun außerhalb Großbritanniens eine Übersichtsausstellung über diese schottischen Maler zu sehen.

Einzigartiger Überblick über zehn Glasgow Boys
Diese große internationale Schau im Drents Museum findet in enger Kooperation mit Museen aus Glasgow, Edinburgh, Aberdeen und anderen statt. Der Fokus liegt auf der Blütezeit dieser Gruppe, zwischen 1880 und 1900. Gezeigt werden Werke der zehn wichtigsten Vertreter der Glasgow Boys: James Guthrie, Edward Walton, Joseph Crawhall, James Paterson, John Lavery, William York MacGregor, George Henry, Edward Hornel, Arthur Melville und William Kennedy.

Die Glasgow Boys
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts schlossen sich etwa zwanzig, sehr unterschiedliche Maler zusammen, die derselben Generation angehörten. Die Gruppe nannte sich 'The Boys'. Die Mitglieder wandten sich gegen den etablierten Kunstbetrieb und zogen in die schottische Natur und nach Frankreich, um dort zu malen. Sie nahmen Unterricht in Pariser Ateliers und reisten sogar nach Japan. Die Stärke der Glasgow Boys liegt darin, dass sie nicht nur fremde Einflüsse übernahmen, sondern daraus auch etwas erfrischend Neues schufen.

Französischer Impressionismus
Anregungen fand der Kreis junger schottischer Maler bei den Werken der französischen Impressionisten, darunter Édouard Manet und Edgar Degas. Das ist unter anderem an ihren Themen aus dem 'modernen' Leben zu erkennen. Auch typische Aspekte wie etwa das Einfangen eines Moments (die 'Impression'), die flüchtige Malweise und die besondere Bedeutung von Lichteffekten und Farbe finden sich in den Gemälden der Schotten. Und ebenso wie die französischen Impressionisten waren sie Anhänger der Pleinairmalerei und zogen zum Malen mit der Staffelei ins Freie.

Barbizon und die Haager Schule
Beeinflusst von den Malern von Barbizon und der Haager Schule, malten die Glasgow Boys im Stil des Naturalismus.

Die naturgetreuenschottischen Landschaften und die Darstellungen des bäuerlichen Lebens in gedämpften Farben sind beispielhaft für diese Richtung. In diese Schau mit eingebunden sind auch Werke des französischen Naturalisten Jules Bastien-Lepage und Bilder von Vertretern der Haager
Schule: Jozef Israëls, Anton Mauve, Willem Roelofs und Matthijs Maris.

Dekorativer Symbolismus
Ab den frühen 1880er-Jahren zeigte sich in den Werken einiger Glasgow Boys bereits ein Hang zum Dekorativen, wie etwa leuchtende Farbkontraste oder flächige, feine Muster aus Blumen und Pflanzen. Einige Jahre später gingen Künstler wie George Henry und Edward Hornel noch einen Schritt weiter.
Sie gaben die naturalistische Wiedergabe der Wirklichkeit auf und ließen sich mehr von ihrer Fantasie leiten. Farbe, Form und Textur traten in den Vordergrund, und die Darstellungen wurden flächiger und
abstrakter.

Pressefotos
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- James Guthrie, Dochter van een boerenknecht, olieverf op doek, 1883, Scottish National Gallery, Edinburgh
- James Guthrie, Naar een nieuwe weide, olieverf op doek, 1883, Aberdeen Art Gallery & Museums Collections
- George Henry, Het middaguur, olieverf op doek, 1885, particuliere collectie
- James Guthrie, In the Orchard, olieverf op doek, 1885/1886, © CSG CIC Glasgow Museums Collection, Glasgow & Scottish National Gallery, Edinburgh
- John Lavery, The tennis party, olieverf op doek, 1885, Aberdeen Art Gallery & Museums Collections, Aberdeen
- Edward Atkinson Hornel, The Goatherd, olieverf op doek, 1889, Glasgow Museums Kelvingrove