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The Great Liao

The Great Liao – die Nomadendynastie aus der Inneren Mongolei (907-1125)
 
Vom Aufstieg eines kleinen Nomadenvolks zur Großmacht in Asien. Die opulente archäologische Ausstellung The Great Liao – die Nomadendynastie aus der Inneren Mongolei (907-1125) beleuchtet die faszinierende Geschichte der mächtigen Liao-Dynastie im 10. und 11. Jahrhundert. Ihr Reich erstreckte sich über mehr als 4.000 Kilometer, vom Japanischen Meer im Osten bis zum Altai-Gebirge im Westen. Spektakuläre Funde aus den vergangenen drei Jahrzehnten gewähren einzigartige Einblicke in die Kultur der Liao. Der Besucher der Schau wähnt sich auf den weiten Steppen Zentralasiens. Die Schätze der Liao sind nun erstmals in den Niederlanden zu sehen.

Vom Nomadenstamm zu mächtigen Herrschern
Im Gebiet des Liao-Flusses gründete das Nomadenvolk der Kitan die Liao-Dynastie. Aus einem Verbund kleiner nomadischer Stämme erwuchs ein riesiges Reich, das aus mehreren Völkern bestand. Durch militärische Eroberungen, den Handel in Luxusgütern und Bündnisse mit Nachbarvölkern breitete sich das Imperium der Liao zu einem Territorium aus, das die heutige Mongolei, Teile Nordchinas und Russlands sowie Nordkorea umfasste. Um die Herrschaft über dieses Reich zu sichern, errichteten die Liao große befestigte Städte und prächtige Paläste als Symbol ihrer kaiserlichen Macht. Dabei blieben sie nomadischen Traditionen treu. So gab es innerhalb der Stadtmauern immer einen Platz für ihre Jurte. 
 
Die einzigartige Kultur der Liao
Mit ungefähr 145 kostbaren Exponaten, die größtenteils aus dem Inner Mongolia Museum in Hohhot (China) stammen, vermittelt die Schau The Great Liao ein großartiges Bild der einzigartigen und eigenen Kultur der Liao. Vom Reichtum der Elite, vom täglichen Leben, ihrer Grabkultur und ihrer besonderen Kunstfertigkeit. In Assen sind hervorragende Töpferarbeiten, Goldschmuck, vergoldetes Pferdegeschirr und silbernes Tafelgeschirr zu sehen. Bei den meisten Objekten handelt es sich um außergewöhnliche Grabfunde.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die goldene Totenmaske der Prinzessin von Chen
Absoluter Höhepunkt der Ausstellung ist das Grab der Prinzessin von Chen, das Archäologen im Jahr 1986 entdeckten. Der Fund war seinerzeit eine regelrechte Sensation, da das Grab vollkommen unversehrt und mit zahlreichen Kostbarkeiten ausgestattet war. Die Prinzessin von Chen starb 1018 im Alter von siebzehn Jahren. Als Ausdruck ihrer königlichen Würde und ihres Status innerhalb der Liao-Dynastie bedeckte eine goldene Totenmaske ihr Gesicht und trug sie vergoldete Silberstiefel. Faszinierend sind unter anderem auch die nachgebauten Gräber der Zhang-Familie aus Xuanhua mit wunderschönen Wandbemalungen.
 
Chinesische Ausstellungen im Drents Museum

The Great Liao reiht sich in die Tradition großer China-Ausstellungen des Drents Museums ein: Ihr vorangegangen sind bereits Die Terrakotta-Armee von Xi’an (Han-Dynastie) im Jahr 2008 und Das Goldene Jahrhundert Chinas (Tang-Dynastie) im Jahr 2011. Die Liao-Dynastie folgte unmittelbar auf die Tang-Dynastie (618-907 n. Chr.).
 
Zu der Schau erscheint ein gleichnamiger Ausstellungskatalog, der vom Verlag WBOOKS herausgegeben wird. Die Publikation ist im Museumsshop erhältlich und kostet 24,95 Euro.