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Präsentation der Ergebnisse des Projekts zur Lokalisierung bedeutender Orte in Drente für die Van-Gogh-Forschung

Heute, am 11. September 2020, haben das Drents Museum, das Drenter Archiv und die Stiftung Het Drentse Landschap die Publikation Bedeutende Orte in Drente für die Van-Gogh-Forschung präsentiert. Vor genau 137 Jahren kam Vincent van Gogh mit der Eisenbahn aus Den Haag in Hoogeveen an. Drei Monate lang blieb der weltbekannte Künstler im Herbst des Jahres 1883 in Drente. Die Publikation ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme der Spuren, die van Gogh während seines Aufenthalts in Drente hinterlassen hat. An dem Projekt haben Experten der drei genannten Drenter Einrichtungen mitgewirkt. Einer dieser bedeutenden Orte – der Obstgarten mit der Linde in Zweeloo – bildete heute Nachmittag die Kulisse für die Präsentation der Publikation. Cees Bijl, Abgeordneter der Provinz Drente, nahm das erste Exemplar in Empfang.

Gemälde, Zeichnungen, Briefe und Orte

Nach dem Vorbild des Projekts „Van Gogh in Brabant“ haben das Drents Museum, das Drenter Archiv und die Stiftung Het Drentse Landschap anderthalb Jahre lang die Orte erforscht, an denen van Gogh sich aufgehalten hat, die ihm als Motiv dienten oder ihn inspirierten. Quellen und Kartenmaterial aus jener Zeit wurden sowohl unter kunsthistorischen als auch unter historischen und geografischen Aspekten ausgewertet. Des Weiteren hat das Expertenteam sich eingehend mit dem kleinen Œuvre aus van Goghs Drenter Zeit beschäftigt, das fünf Gemälde, etwa fünfzehn Zeichnungen und eine Reihe von Briefen umfasst. Das Team forschte vor Ort, konsultierte lokale Experten und zog einschlägige  Publikationen heran.

Fünfzehn Orte

Durch dieses Projekt und die Publikation – beides ermöglicht durch Fördermittel der Provinz Drente – wurden fünfzehn Orte lokalisiert. Das ist ein wichtiger erster Schritt, um die bisher relativ unbekannte Drenter Periode von van Gogh ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu rücken. Ein besonders interessanter Punkt war der Friedhof in der Nähe von Hoogeveen, den van Gogh in einem Brief an seinen Bruder Theo beschrieben und skizziert hat. Ungeklärt war bisher, um welchen es sich handelte: den von Hollandscheveld oder von Pesse. Anhand eingehender Ortsbesichtigungen und durch Quellenforschung kamen die Fachleute zu dem Schluss, dass es sich um den Friedhof in Pesse handelt.

Ausgangspunkt für weitere Initiativen

Die drei beteiligten Einrichtungen hoffen, dass dieses Projekt der Beginn für weitere Initiativen ist, die der Erhaltung der historisch bedeutsamen Van-Gogh-Orte in Drente dienen. Und dass es dazu führt, sowohl in den Niederlanden als auch über die Landesgrenzen hinaus, eine Begeisterung für van Goghs Zeit in Drente zu wecken. Die Ergebnisse des Projekts wurden zunächst von Experten des Van Gogh Museum in Amsterdam überprüft. Einsicht in die Publikation und weitere Informationen zu dem Projekt unter www.vangoghindrenthe.nl.
 

Pressefotos
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 Publicatie Van Gogh in Drenthe    

   

Bildunterschriften (von links nach rechts und von oben nach unten):
- Sonja van der Meer, Direktorin der Stiftung Het Drentse Landschap, überreicht dem Abgeordneten Cees Bijl bei der „Linde von van Gogh” das erste Exemplar, Foto: Sake Elzinga
- Emilie Gordenker, Direktorin Van Gogh Museum Amsterdam, spricht auf der Präsentation über die internationale Bedeutung des Projekts „Van Gogh in Drente“, Foto: Sake Elzinga
- Ehemaliger Gasthof Hartsuiker, Pesserstraat 24, Hoogeveen, 2020, Foto: Sake Elzinga
- Vincent van Gogh, Skizze in einem Brief von Vincent van Gogh an Theo van Gogh, Hoogeveen, 16. Sept. 1883, Bleistift, Feder und Tusche auf Papier, Van Gogh Museum (Vincent van Gogh Stichting)
- Van-Gogh-Haus, Van Goghstraat 1, Nieuw-Amsterdam/Veenoord, 2020, Foto: Sake Elzinga
- Vincent van Gogh, Unkraut verbrennender Bauer, 1883, Öl auf Holz, Drents Museum/Van Gogh Museum
- Große Linde, die van Gogh im Obstgarten in Zweeloo gezeichnet hat, 2020, Foto: Sake Elzinga
- Vincent van Gogh, Obstgarten, 1883, Feder und braune Tusche auf schwarzer Kreide, Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam